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Die
Gemeinde Malá Upa breitet sich im östlichen Teil des Riesenge
birges aus und wahrte praktisch bis heute ihren ursprünglichen
Charakter einer reinen Gebirgssiedlung mit typischen, auf
den
Berghängen verstreuten Hütten.
Malá
Úpa wird vom Norden und Osten vom Grenzkamm einge
säumt, auf dem die Staatsgrenze zu Polen verläuft und der auf
dem
Territorium der Gemeinde seinen Höhepunkt im höchsten Berg
des
Riesengebirges Sněžka (Schneekoppe, 1602 m Seehöhe)
erreicht
und sich dann in Lokalitäten Obří hřeben, Černá
kopa (1410 m See
höhe), Kowarský hřbet, Pomezní boudy (1050 m Seehöhe) und
Pomezní hřeben bis zum Berg Lysečinská hora (1118 m
Seehöhe)
fortsetzt. Die Staatsgrenze verfäuft fast iängs der Hälfte des
Gebie
tes an der Peripherie der Gemeinde.
Mehr
als zwei Drittel des Gebietes sind von ausgedehnten Wald
beständen, vor allem in der westlichen Hälfte der Gemeinde,
bedeckt. Hier fallen die südöstlichen Hänge des Berges Sněžka
in
das von den Bergen Koule mit reichem Waldbestand (1320 m See
höhe), Pěnkavčí vrch (1105 m Seehöhe) und Lví hora
(1270 m See
höhe) umgebene romantische Tal Lví údolí ab. Etwa von der Ver
bindungslinie zwischen Lví hora und der Baude Jelenka (1270
m
Seehöhe) breitet sich westwärts
das Staatliche Naturreservat "Pra
meny Úpy" (d. h. Úpa-Quellen) aus.
Die
Gemeinde Malá Úpa verdankt ihre Entstehung der
Holzschlägerung für den Bedarf der Silberzechen in Kutná Hora
(Kuttenberg) im 16. Jahrhundert. Die bis dahin öde Landschaft
des
Flusses Malá Úpa begannen nach und nach Holzfäller vor allem
aus
Tirol zu besiedeln. Das so gewonnene Holz wurde auf dem Fluß
Malá Úpa verschifft, der durch Schleusen, die sog. Klausuren,
schif
fbar gemacht wurde. Aus ihnen wurde das aufgestaute Wasser
abgelassen und ermöglichte den Abtransport des Holzes auf Flö
ßen.
Die
erste solche "Klausur" wurde im Jahre 1568 angelegt.
Buchenholz, das nicht verschifft wird, wurde an Ort und Stelle
in
Holzkohlermeilern verbrannt. Eine weitere "Klausur"
entstand im
Jahre 1584. Kurz darauf wurde die Holzschlägerung nach der Ein
stellung der Grubenarbeiten in Kutná Hora eingeschränkt
und im
Jahre 1609 völlig eingestellt. Nachdem es zur Einstellung der
Holz-
gewinnung gekommen
war, suchen sich Holzfäller teilweise
Arbeit anderswo und ließen sich auch zum Teil auf den entstande
nen Waldblößen nieder und widmeten sich vorwiegend der Rind-
vieh und Ziegenzucht. So entstanden an verschiedenen Orten
größere oder kleinere Gruppierungen von Berghütten und ganze
Wiesenenklaven.
Eine
weiter Erwerbsquelle in Malá Úpa war die Schmuggelei,
hauptsächlich von Zuckerin aus dem benachbarten Schlesien.
Ein
wichtiges Ereignis bedeutete der Besuch Kaiser Josefs II. im
Jahre 1779, der in Malá Úpa auch übernachtete und über dessen
Anregung für die Aufrichtigkeit der Gebirgler, die ihre
Schmuggler
tätigkeit eingestanden hatten, eine Kirche erbaut wurde. Sie
wurde
am 22. Februar 1791 zu Ehren der hl. Petrus und Paulus einge
weiht.
In
der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden allmählich
mit dem Aufschwung der Touristik auch die ersten Gasthäuser. Ein
wesentlicher Aufschwung des Touristenverkehrs erfolgte aber erst
nach dem Ersten Weltkrieg. Desungeachtet bewahrt sich Malá Úpa
auch weiterhin einen deutlich landwirtschaftlichen Charakter;
infol
gedessen blieben hier bis heute zahlreiche Objekte der Bauernar
chitektur erhalten.
Im
Jahre 1980 wurde Malá Úpa als selbständige Gemeinde auf
gelöst und dem Ort Pec pod Sněžkou eingegliedert. Nach der
sog.
"sanften Revolution" im November 1989 setzten Bürgerinitiativen
die Wiederherstellung der Selbständigkeit durch; die Wahlen in
die
neue Gemeindevertretung am 28. 1 1. 1990 krönten die Bemühun
gen der Bürger und Malá Úpa ist heute wiederum eine selbständige
Gemeinde.
Der Grenzübergang für Fußgänger in der Lokalität Pomezní
Boudy
ebnet Ihnen auch den Weg zu interessanten Ausflügen ins
benachbarte Polen.
Wir
freuen uns auf Ihren Besuch.
Kommen sie hierher zum Aufenthalt!
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